Fälle aus der Praxis

Sieben Fälle. Sieben Strukturen.

Ein gebundenes Eigenkapital, ein Einkommen ohne passende Schublade, ein Portfolioaufbau in sechs Monaten und Finanzierungen, die mehrere Banken so nicht darstellen wollten.

7Fälle, sieben Strukturen
100 %des Kaufpreises finanziert, in drei Fällen
48 hbis zur Kreditentscheidung in Fall 04
4.Bank, Zusage in Fall 05
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Der Fehler im Kleingedruckten

EigennutzerZwischenfinanzierungVertragsprüfung

Ausgangslage

Eine junge Familie hatte ein Einfamilienhaus gefunden. Ein großer Teil des Eigenkapitals steckte noch in der eigenen Wohnung, deren Verkauf offen war. Der Markt drängte, die Sorge vor einer Doppelbelastung war groß.

Herausforderung

Die Familie sollte nicht unter Verkaufsdruck geraten. Und bei der Vorprüfung des Darlehensvertrags zeigte sich: Die vereinbarte 100-prozentige Sondertilgung fehlte im Vertragstext, dort stand die Standardklausel mit 5 %.

Lösung

Statt starrer Zwischenfinanzierung ein flexibles Modell: ein Darlehen mit 5 Jahren Zinsbindung und 100 % Sondertilgung für den Fall des Wohnungsverkaufs, ergänzt um ein Annuitätendarlehen mit 10 Jahren Zinsbindung. Mit der Bank wurde nachverhandelt und eine verbindliche Nebenabrede schriftlich bestätigt. Von einer ungesicherten Vorabüberweisung an den Verkäufer wurde abgeraten.

Ergebnis

  • Finanzierungsvolumen 260.000 €
  • 100 % Sondertilgung vertraglich abgesichert
  • 90.000 € Eigenkapital vor ungesicherter Überweisung geschützt
  • Reibungsloser Notartermin
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Der Härtetest

KapitalanlageLockzinsKombinationsdarlehen

Ausgangslage

Zwei Finanzprofis, ein ehemaliger Banker und eine Baufinanzierungsexpertin, wollten in Leipzig eine Wohnung für ihre Tochter kaufen. Bar wäre es möglich gewesen. Sie wollten bewusst Hebel und steuerliche Absetzbarkeit nutzen.

Herausforderung

Ein Vergleichsportal warb mit 3,65 %. Solche automatisierten Angebote berücksichtigen aber weder Lebenssituation noch Altersgrenzen. Dazu: Die geplante Zinsbindung von 10 Jahren passte nicht zum Bausparvertrag, der nach 5 Jahren zuteilungsreif wird.

Lösung

Die Darlehenssumme wurde gezielt erhöht und das Eigenkapital reduziert. Weil Banken höhere Darlehen oft günstiger verzinsen, sank der Zins, und Liquidität blieb im Depot. Die Struktur: rund 60 % Annuitätendarlehen, rund 40 % endfälliges Darlehen mit kürzerer Bindung, abgelöst durch den Bausparvertrag. Die Unterlagen wurden für die Bank fachlich aufbereitet.

Ergebnis

  • Konditionen zwischen 3,85 und 3,95 %
  • 35.000 bis 45.000 € zusätzliche Liquidität im Depot
  • Struktur exakt wie geplant umgesetzt
  • Abwicklung in sehr kurzer Frist
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Von der Online-Anfrage zur Empfehlung

EigennutzerKomplexes EinkommenZinsanstieg

Ausgangslage

Ein unverheiratetes Paar fragte anonym über das Internet an. Gesucht war die Finanzierung einer gepflegten Bestandsimmobilie im mittleren sechsstelligen Bereich im Rhein-Main-Gebiet.

Herausforderung

Ein Einkommen setzte sich aus mehreren Bestandteilen mit rückwirkenden Zahlungen zusammen. Mitten im Prozess stiegen die Zinsen innerhalb weniger Tage. Dazu kamen fehlerhafte Unterlagen und Verzögerungen bei der Bank.

Lösung

Aus Kontoauszügen wurde eine lückenlose Einkommenshistorie rekonstruiert. Statt vieler Optionen gab es zwei klar unterschiedliche Strategiepfade. Beim Zinsanstieg hielt ein angepasster Tilgungsverlauf die Rate praktisch konstant. Mit dem Notariat wurde vorsorglich eine Vollmacht als Rückfalloption abgestimmt.

Ergebnis

  • Zuschlag für die Wohnung erhalten
  • Finanzierung zu besseren Konditionen als zunächst angeboten bewilligt
  • Rate trotz Zinsanstieg stabil
  • Aus der anonymen Anfrage wurde eine Empfehlung
„Ich würde Sie auch dann weiterempfehlen, wenn ich mich am Ende für eine andere Bank entschieden hätte.“
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Zwei Investments in sechs Monaten

KapitalanlageDenkmalKfW

Ausgangslage

Eine Führungskraft aus der Halbleiterbranche, verheiratet, zwei Kinder, wollte Vermögen über Immobilien aufbauen und dabei die steuerliche Wirkung gezielt nutzen. Die Wahl fiel wegen der erhöhten Abschreibung auf eine Denkmalimmobilie.

Herausforderung

Jede Investition brauchte eine eigene Struktur, abgestimmt auf die Steuersituation. Und die erste Finanzierung durfte die zweite nicht blockieren.

Lösung

Investment eins: KfW-Förderdarlehen mit Zuschuss plus Bankdarlehen, Kaufpreis vollständig finanziert, Nebenkosten aus Eigenkapital, später eine Küchenfinanzierung. Investment zwei, wenige Monate später: KfW-Förderdarlehen mit damals 25 % Tilgungszuschuss plus Bankdarlehen, bewusst mit 1 % Tilgung für eine niedrige Monatsbelastung.

Ergebnis

  • Zwei Denkmalimmobilien in sechs Monaten
  • Beide Kaufpreise vollständig finanziert
  • Kreditentscheidung innerhalb von 48 Stunden
  • Aus einem Mandanten wurde ein Stammkunde
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Wenn andere aufgegeben hätten

KapitalanlageDenkmalPrivatbank

Ausgangslage

Eine Fachärztin in leitender Position suchte eine weitere Denkmalimmobilie. Stabiles Einkommen, gute Bonität. Aber: zwei vermietete Objekte mit Unterdeckung, sie selbst über 50 Jahre alt, ausländische Staatsangehörigkeit mit unbefristetem Aufenthaltstitel.

Herausforderung

Bank eins wollte nur ein kleineres Objekt finanzieren. Bank zwei positionierte sich nicht klar. Bank drei hätte finanziert, aber mit so hohem Risikoaufschlag, dass sich die Investition nicht mehr rechnete.

Lösung

Alle fachlich sinnvollen Optionen wurden systematisch geprüft. Nach mehreren Wochen fand sich eine Privatbank, die das gesamte Einkommens-, Vermögens- und Verschuldungsbild bewertete, statt nach starren Ausschlusskriterien zu entscheiden.

Ergebnis

  • Wunschobjekt ohne Abstriche finanziert
  • 100 % des Kaufpreises finanziert
  • Angemessener Spielraum nach der Finanzierung
  • Weder Bestandsverschuldung noch Staatsangehörigkeit standen im Weg
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Erstinvestment trotz Bank-Nein

Erstinvestment100-%-FinanzierungGenossenschaftsbank

Ausgangslage

Julian, Mitte 20, angestellt, rund 2.250 € netto, konnte im Dresdner Umland drei Eigentumswohnungen mit zusammen 146 m² für 137.000 € kaufen. Zwei vermietet, eine leer. Sein Ziel: vollständig finanzieren und das Depot als eiserne Reserve behalten.

Herausforderung

Die Hausbank lehnte ab: Plattenbau von 1989 als Risiko, drei Grundbücher als zu viel Aufwand, das Einkommen als zu knapp.

Lösung

Eine maßgeschneiderte Struktur bei einer regionalen Genossenschaftsbank: professionell aufbereitete Projektbeschreibung, Realkredit plus Nachrangdarlehen. Vor der Beurkundung wurden Widersprüche im Kaufvertrag behoben.

Ergebnis

  • Kaufpreis zu 100 % finanziert
  • Rate rund 756 €, erwartete Miete rund 850 €
  • Depot von rund 18.800 € als Reserve erhalten
  • 10 Jahre Zinsbindung
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Wettlauf gegen die Zeit

EigennutzerAuslandZeitdruck

Ausgangslage

Ein angestellter Mandant mit über 4.300 € netto wollte eine Eigentumswohnung im grenznahen Ausland für 190.000 € kaufen. Anzahlung und Finanzierungsfrist standen unmittelbar bevor.

Herausforderung

Eine Auslandsimmobilie lässt sich nicht über das deutsche Grundbuch besichern. Das Bankgutachten lag bei 175.000 €, der Beleihungsauslauf war auf 75 % gedeckelt. Rund 11.000 € Nebenkosten blieben offen, automatisierte Systeme lehnten trotz guter Bonität ab.

Lösung

Bewusst keine weiteren Kreditanfragen, um den SCHUFA-Score zu schützen. Die Nebenkosten wurden vorübergehend aus liquiden Anlagen bezahlt und einige Monate später ohne Zeitdruck nachfinanziert.

Ergebnis

  • Verträge rechtzeitig vor dem Notartermin unterzeichnet
  • Kaufpreis von 190.000 € gesichert
  • SCHUFA-Score geschont
  • Nebenkosten später nachfinanziert

Zum Schutz der Privatsphäre wurden Namen, Orte, Institute und weitere identifizierende Angaben geändert oder verallgemeinert. Genannte Konditionen beziehen sich auf den jeweiligen Finanzierungszeitpunkt und sind nicht übertragbar.

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